Noch 16 Tage…

dann ist es soweit: Der erste Saisonhöhepunkt steht an – Trondheim-Oslo (540 KM) mit dem “hansgrohe 3-Länder-Team”. Am 23.06. um 8:20 Uhr gehe ich mit einer Gruppe von Langstreckenspezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Start.

Alles ist gut vorbereitet und doch schießen mir immer wieder neue und alte Gedanken durch den Kopf. Rennverlauf, Übersetzung, Ernährung, Defekte, Gruppefahren, Kleidung und und und – diese Stichwörter beschleunigen meinen Puls. Meine Vorbereitung lief bis auf einen Infekt im Februar mit 10 Tagen Trainingspause nach Plan. 7.500 KM hab ich jetzt seit 1.1. in den Beinen, darunter viel Grundlage und etliche Strecke deutlich über 200 KM. Ich kann mit einem guten Gefühl sagen: “Ich habe gemacht, was möglich war.” Alles, was planbar ist, ist bis auch ins Detail geplant. Die Nervosität steigt kontinuierlich, meine Gedanken fixieren sich immer mehr auf den Tag X.

Vergangenes Wochenende gab es das erste und einzige Teamtreffen in Alpirsbach im Schwarzwald. Die Palmares einiger Teammitglieder (Ötzi-Zeiten unter 8 Stunden, Trondheim-Oslo unter 15 Stunden usw.) sind schon mehr als beeindruckend und die Erwartungen sind entsprechend groß. Aber das heißt noch lange nicht, dass die einzelnen Glieder auch als Kette gut zusammen funktionieren.

Gerd Maser, Vater der Idee und unermüdlicher Organisator hatte eine Strecke vorbereitet, die dem Profil von Trondheim – Oslo recht nahe kam. (Was im Schwarzwald gar nicht so einfach ist.) Leichte Abfahrten und moderate Steigungen folgten im Wechsel und von Anfang an war zügige Fahrweise angesagt. Aufgrund der kurzen gemeinsamen Trainingszeit einigten wir uns darauf, im klassischen „belgischen Kreisel“ zu fahren, da dieser deutlich weniger Platz beansprucht als die alternative Doppelreihe.

Es brauchte eine Weile und ein paar klärende Worte, bis die Abstimmung vor allem bei den Wechseln klappte, aber lief es von Kilometer zu Kilometer besser. Die Zahlen sprechen für sich: Wir absolvierten die 157KM-Runde (ca. 1200 HM) am ersten Tag mit einem Durchschnitt von deutlich über 35 km/h.

Beim Abendessen zeigte sich dann, dass auch der Teamspirit stimmt, was bei solch einem Vorhaben sicher immens wichtig ist. Nebenbei stand auch die Anprobe der Trikots unseres Sponsors hansgrohe auf dem Plan. Der Firma hansgrohe sei auf diesem Weg noch einmal ausdrücklich für den finanziellen Beitrag zu unserem Vorhaben und die unkomplizierte Abwicklung gedankt. Die Firma powerbar hatte uns außerdem günstige Einkaufskonditionen eingeräumt und Trinkflaschen zur Verfügung gestellt, die ebenfalls am Abend verteilt wurden.

hansgrohe 3-Länder-Team

Am nächsten Tag stand dieselbe Runde des Vortags noch einmal auf dem Programm. Ziel war es, die Fahrweise noch flüssiger und ökonomischer zu gestalten, Essens-/Ruhepausen und Kommandos einzuüben sowie die Feinabstimmung in der Gruppe zu verbessern. Der einzige längere Anstieg in der Tour wurde im Gegensatz zum Vortag ganz ruhig gefahren und auch an den längeren Wellen sollten Körner gespart werden. Im Ergebnis stand eine geringfügig längere Fahrzeit (3 Minuten) deutlich niedrigeren durchschnittlichen Watt- und Pulswerten gegenüber.

Weiter Bilder gibt es hier.

1 Kommentar


  1. Räspäktt, immer wieder Räspäktt :-)
    Ist da tatsächlich einer mit Flatbar unterwegs ?!

    Sag dem Hans Grohe mal, dass in Köln einige orange gewandete Radkünstler der ein oder anderen Geldspritze – wo wir uns anderweitig schon jegliche Spritzen verkneifen müssen ;-) – nicht abgeneigt wären.

    Zitat | Posted 6. Juni 2007, 17:01

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